Ich bin Paul und habe den Betreiber dieser Internetseite gebeten, sein Anliegen mal näher zu erläutern. Hier ist nun das kurze Interview:
Baum und Klima in einem Wort, steckt da etwas dahinter?“
Antwort: Es gibt quasi keinen Begriff, der uns den lebenswichtigen Zusammenhang von Vegetation und Klima vermittelt. Gäbe es in unserer Sprache einen solchen Begriff, hätten alle auf den Schutz unserer natürlichen Umwelt gerichteten Überlegungen einen festen Anknüpfungspunkt. Begriffe wie Freiheit, Demokratie oder soziale Marktwirtschaft helfen hier nicht weiter. Folglich gibt es seit Jahrzehnten überwiegend Ignoranz und Widerstand bezogen auf ein notwendiges, ganz natürliches Verhalten.
Frage: Kannst du es mal etwas verständlicher ausdrücken?
Antwort: Da ist nichts unverständlich. Also: Die Natur hat in einem Millionen Jahre dauernden Prozess Bedingungen geschaffen, die unser Leben möglich machen. Zu diesen Bedingungen gehört das Gleichgewicht zwischen Freisetzung von Kohlenstoffdioxid und dessen Aufnahme durch die Vegetation. Solange die Mengen auf beiden Seiten der Waage gleich bleiben, scheidet Kohlenstoffdioxid als Ursache für die Klimaerwärmung aus. Ist ganz einfach. Das Gleichgewicht gibt es nicht mehr. Die Menschheit ist als Erzeuger für Kohlenstoffdioxid dem natürlichen Geschehen hinzu getreten.
Frage: Was schlägst du vor?
Antwort: Naja, der Zug ist schon vor mehr als 100 Jahren abgefahren. Bevor die Menschheit in das industrielle Zeitalter eintreten wollte, hätten kluge Menschen berechnen müssen, wie viel Kohlenstoffdioxid zukünftig in die Atmosphäre der Erde entsorgt werden sollen und wie viele Bäume nötig sind, um diese Menge wieder aus der Atmosphäre zu entnehmen. Dann hätten die Bäume erst gepflanzt und großgezogen werden müssen und erst danach hätten zusätzliche Mengen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre entsorgt werden können.
Frage: Hätte, hätte, Fahrradkette. Hört sich irgendwie schräg an. Woher sollten die Menschen vor mehr als 100 Jahren all das Wissen, was die Wissenschaft erst heute herausgefunden hat?
Antwort: Ja doch, die Menschen wussten es nicht besser. Und in der heiligen Schrift stand dazu auch nichts. Das Wissen von heute hat das Verhalten der Menschheit nicht verändert. Wir entsorgen täglich riesige Mengen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Statt Bäume zu pflanzen, wird der Baumbestand unseres Planeten jeden Tag auf allen Kontinenten verringert und es gibt scheinbar keine Macht, die diesen Prozess anhält und umkehrt.
Frage: Wissen verändert also das Verhalten der Menschen nicht und Macht ist darauf gerichtet, Veränderungen zu unterbinden.
Antwort: Ja, so ist es. Unser Kapitalismus besteht nur so lange, wie wirtschaftliches Wachstum anhält. Die Menschen werden bereits seit frühester Kindheit so konfiguriert, dass sie ohne nachzudenken ihr Leben lang diesem Ziel dienen. Freiheit wird über grenzenlosen Konsum verwirklicht.
Frage: Hört sich sehr pessimistisch an. Und wenn du nun einfach anfängst, Bäume zu pflanzen?
Antwort: Mache ich ja! Auch wenn ich allein das Gleichgewicht im Kohlenstoffdioxid-Kreislauf nicht wiederherstellen kann.
Frage: Du hast aber schon mitbekommen, dass es weltweit viele Initiativen gibt, die deinem Anliegen sehr nahe kommen?
Antwort: Ja doch, ich fühle mich nicht allein. Ich habe hier keine Neuigkeiten verkündet. Du hast mich gefragt und ich sage, was ich denke.